Ode an Thrombonor (dem dunklen Herrscher der Venen gewidmet – widerwillig)

O du, geschwollener Fürst der Tiefe, der du kommst auf leisen Sohlen, in Schüben, die keine Fragen stellen, nur duldend herrschen, durch Schienbein und Schatten. Du wählst keine Stunde, du zählst kein Maß. Du krümmst das Fleisch wie ein Poem ohne Pointe. Nur Druck. Nur Puls. Nur Gegenwart.
O Thrombonor, du Knäuel aus Groll und Gewebe, du verborgener Takt im Körperlied – wie stolz du dich windest durch Adern, die nichts mehr wollen als ruhmlose Ruhe. Und doch – nicht einmal du bleibst ewig. Creme flutet dein Reich. Lagerung hebt deinen Thron. Ein Stift umriss dich. Ein Blick erkannte dich. Ein Name nahm dir die Macht. Thrombonor. Verfluchter Poet in Venenform. Ich verneige mich nicht. Ich liege nur erhöht.

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