Die unsichtbaren Fesseln (Über Kontrollmechanismen, die dich binden und befreien zugleich)

Sie sind da, auch wenn du sie nicht siehst.
Die unsichtbaren Fesseln.
An deinen Gedanken,
deinen Gefühlen,
deinem Handeln.
Sie sagen dir, was du darfst.
Was du nicht darfst.
Sie setzen Grenzen,
die niemand überschreiten soll.
Manchmal fühlen sie sich wie Schutz.
Wie eine Rüstung, die dich bewahrt.
Manchmal sind sie die Ketten,
die dich lähmen.
Du kämpfst gegen sie an,
versuchst, dich zu befreien,
doch sie sind Teil von dir.
Sie sind gelernt.
Eingebrannt.
Verinnerlicht.
Und doch –
in jedem Moment,
in dem du sie erkennst,
wird ein Stück frei.
Der Weg ist lang.
Unklar.
Voller Rückschläge.
Aber jeder Schritt
löst eine Kette.
Jede Erkenntnis
öffnet ein Schloss.

Hinterlasse einen Kommentar