Sternschnuppe – wünsch dir was

Ich habe mich nicht getraut,
einen großen Wunsch zu denken.
Zu schwer,
zu weit,
zu unverschämt für den Himmel,
der schon so viel schweigend getragen hat.
Also habe ich die langen Listen im Kopf zusammengefaltet,
alle Sätze gekürzt,
bis nur noch ein Flüstern blieb.
Kein „ewig“,
kein „nie wieder“,
kein „für immer“.
Nur etwas,
das leicht genug ist,
um zu fallen,
ohne den Boden zu zerbrechen:
„Mach,dass ich morgen noch weitermachen kann.“
Und als der Lichtstreif zwischen den Sternen verblasste,
wusste ich nicht,
ob er mich gehört hat.
Aber ich hielt inne und atmete
–als wäre das schon ein Anfang.

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