Du sprichst von Spiegeln,
doch meinst nur dein eigenes Glas.
Zersprungen,
verbeult,
blind für das,
was nie dein war.
Du zweifelst an Narben,
als wären sie Tinte,
die man wegradieren könnte mit Spott und Gift.
Doch meine Haut schreibt weiter,
ob du liest oder nicht.
Du hältst dich für Richter über Leben,
die du nie gelebt hast.
Verleger,
der nicht veröffentlicht,
sondern verurteilt.
Ein Mann,
der lieber Geschichten erfindet,
als welche zu tragen.
Ich schulde dir nichts.
Nicht meine Wunden,
nicht meine Wahrheit,
nicht meine Stimme.
Du hast nur ein Echo gehört,
und schon glaubst du,
die ganze Kathedrale besitzen zu können.
Doch während du in deinen Kommentaren kauerst,
bleibe ich aufrecht.
Und jeder Vers,
den du kleinreden willst,
wächst mir Flügel.
Verleger,
ohne Verlag,
ohne Vertrauen,
ohne Vermächtnis
– du bleibst,
was du immer warst:
ein Fußnotenschatten im Rand meiner Geschichte.
Und ich – ich schreibe dich aus.
Dein Verlegerwort
