Wehrlos

Sie stand da, ohne Schutz, und plötzlich schien die Welt den Atem anzuhalten. Alles, woran sie sich festgehalten hatte, zerfiel leise unter ihren Fingern. Jede Berührung, jeder Blick traf sie wie ein Sturm, der unaufhaltsam über sie hinwegrollte. Sie konnte nichts tun, sich nicht wehren, nur fühlen – die rohe, ungeschönte Wahrheit ihrer eigenen Verletzlichkeit. In dieser Wehrlosigkeit lag alles: Angst, Schmerz, und doch eine seltsame Klarheit, die sie bisher nicht gekannt hatte.

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