Er wandert zwischen den Schatten,
mit Augen,
die mehr sehen als das Offensichtliche.
Im Rascheln der Blätter,
im Knacken der Äste liest er Geschichten,
die andere überhören.
Der Fuchs weiß:
Geduld ist eine Waffe,
Stille ein Schild.
Er eilt nie,
und doch ist er immer zuerst da.
Er kennt die Fallen,
doch tritt er selten hinein.
Denn seine Weisheit besteht nicht darin,
stärker zu sein als der Jäger,
sondern klüger,
beweglicher,
unberechenbarer.
„Gehe nie den geraden Weg“,flüstert sein Schweif im Mondlicht,
„denn er ist der, den alle gehen.“
So lehrt er uns:
Wer nur laut brüllt,
wird schnell gehört,
doch bald vergessen.
Wer aber leise,
listig,
wachsam bleibt,
hinterlässt Spuren,
die länger im Schnee bestehen als jeder Schrei im Wind.
Und manchmal,
wenn du nachts den Wald durchquerst,
siehst du nur ein Blinken,
ein kurzes Aufflammen im Dunkel.
Ein Gruß,
ein Rätsel,
ein Lächeln mit Zähnen.
Der Fuchs.
Weiser als er scheint,
näher als du denkst.
Der Fuchs
