Du nennst dich Vater?Ein Mann, der Leben gibt? Du hast mir nichts gegeben – nicht Liebe, nicht Licht.
Deine Hände – sie hätten schützen sollen. Stattdessen haben sie zerbrochen, gezerrt, zugeschlagen.
Deine Stimme – sie hätte trösten können. Doch sie war kalt, war Gift, war Urteil. Du hast mein Lachen aus dem Kinderzimmer geprügelt.
Du hast meine Angst gefüttert wie ein Haustier. Ich habe Jahre in deinem Schatten verbracht, mit zerbissener Zunge, mit Nächten aus Scham.
Aber hör mir zu: Ich habe überlebt. Nicht wegen dir – trotz dir. Ich trage Narben, aber ich trage sie selbst.
Du hast mich klein gemacht – und ich bin groß geworden. Du hast mir beigebracht, was ich nie sein will. Du hast mir gezeigt,was ein Mensch nicht darf. Ich schulde dir nichts. Kein Wort. Kein Verständnis. Kein Verzeihen,das du nie verdient hast.
Ich schreibe das hier nicht für dich. Ich schreibe es für mich. Und für das Kind in mir,das endlich laut schreien darf:
Du hast mich nicht zerstört.
„Du nennst dich Vater?“
