Morpheus – Zwischen Traum und Erwachen

Er ist der Flüsternde, der über die Grenze der Sinne geht.
Kein Gott des Schlafs, sondern der Formen,
der Träume, der zarten Übergänge.
In seinen Händen lösen sich Welten, in seinen Augen entstehen neue.
Er bringt uns dorthin, wo Wirklichkeit den Atem anhält und Seele zu sprechen beginnt.
I. Träumen:
Er kommt im Atem, nicht im Schritt. Sanft wie Nebel, der die Welt vergisst.
Seine Finger weben Bilder, die Herz und Schatten kennen,
doch keiner je gesehen hat. Er spricht in Farben, in ungesagten Worten, in Erinnerungen, die sich anfühlen wie Zuhause.
II. Erwachen:
Er geht, wenn das Licht sich regt,
lässt Spuren zurück –golden, flüchtig, wahr.
Wir öffnen die Augen und tragen ihn weiter, in kleinen Resten von Sehnsucht,
in Fragen, die wir nicht stellen können.
Und irgendwo, hinter dem Tag, wartet er schon –um wiederzukehren,
wenn wir uns endlich fallen lassen.

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