Zwei Gräber

Ich liebte dich,
weil du sie liebtest.
Deine Hände hielten sie,
als sie längst nur noch Schatten war.
Du bliebst,
als andere flohen,
sprachst mit ihr,
als sie schon schwieg.
Doch an dem Tag,
an dem wir sie wieder betrauerten,
hast du dich selbst begraben.
Nicht im Grab,
sondern in mir.
Jetzt stehe ich zwischen zwei Verlusten,
zwei Gräbern,
und habe mich noch nicht getraut,
ihm Blumen zu bringen.

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