Ich und das Schweigen der anderen

ICH: Es war nicht nur er. Es waren auch die, die weggesehen haben. Die geschwiegen haben, weil mein Schmerz ihren Komfort gestört hätte.
SCHWEIGEN: Sie nennen es:„nicht einmischen“. Sie nennen es:„zu kompliziert“.
ICH: Sie sahen mich taumeln und sagten:„Sie ist halt sensibel.“ Sie hörten meine Angstund nannten es Stimmungsschwankung.
SCHWEIGEN: Ich bin nicht leer.Ich bin Schuld in sanfter Verpackung. Ich bin Bequemlichkeit, die zur Mitschuld wird.
ICH: Und trotzdem suche ich manchmal ihren Blick. Ihr Verständnis. Ihre Entschuldigung.
SCHWEIGEN: Du wirst sie nicht kriegen. Nicht von denen, die dich nicht einmal im Fallen sahen.
ICH: Dann bleibe ich laut für die, die kommen und nicht wegsehen.

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