Schuldgefühle

Sie kommen nachts,
wenn alle Argumente schlafen.
Leise.
Und sehr genau.
Sie fragen nicht,
ob es Sinn ergibt.
Sie flüstern:
„Du hättest…“
„Du musstest…“
„Du warst doch…“
Ich zähle
alle Male,
an denen ich
nicht konnte.
Nicht wusste.
Nicht laut war.
Ich schweige
für sie alle.
Und wenn der Morgen
sich vorsichtig streckt,
sitzt Schuld
immer noch auf meiner Brust –
wie eine Katze,
die sich weigert,
aufzustehen.

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