Hoffnung

Manchmal denke ich,
Hoffnung sei ein großes Wort.
Zu groß für mich,
zu schwer für meine Hände.
Aber dann finde ich sie in den kleinsten Dingen.
Im Atem,den ich trotz allem noch ziehe.
Im Blick,der nicht nur ins Gestern fällt,
sondern ins Vielleicht.
Hoffnung ist nicht sicher.
Sie verspricht mir nichts.
Sie sagt nicht:„Es wird gut.“
Sie sagt nur:„Es könnte besser werden.“
Und das genügt,
um weiterzugehen.
Ich habe gelernt,sie nicht anzuschreien,
nicht zu fordern,
dass sie mich rettet.
Sie ist nicht die Rettung.
Sie ist der Faden,
der mich trägt,
wenn ich fast zerrissen bin.
Vielleicht ist Hoffnung genau das:nicht das Ende der Angst,
nicht die Lösung aller Fragen,
sondern dieses kleine Zittern im Innern,
das sagt:„Halte noch einen Moment durch.
Schau noch einmal hin.
Atme noch einmal.“
Und plötzlich ist das Leben da.
Nicht leichter.
Aber möglich.

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