Kategorie: Lyrik
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In Vino Veritas

Gläser klingen,Dank im Atem.Eure Worte –ein Licht im Rauschen.Glückwünsche wie Samen,sie treiben aus in meinen Zeilen.Ihr seid Präsenz,Stütze,Inspiration.Ich trinke auf euch –auf das Schreiben,auf das Leben.
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Verwandlung

Aus Schatten wird Licht.Aus Last wird Stärke.Mut wächst –und Hoffnung bleibt.Lächeln kehrt zurück,Schritte werden heller.Hoffnung blüht –Mut trägt weiter.
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Hunger

Mägen leer,Straßen voll.Regale biegen sich,doch Teller bleiben kalt.Hunger schreit leise,versteckt in Augen,übersehen im Lärm.Nicht nur nach Brot –auch nach Nähe,nach Sinn,nach Halt.Hunger frisst tiefer als jedes Messer,bleibt,bis jemand teilt.
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Ode an die Lyrik

Wir sind Suchende,mit Taschen voller Wörter.Wir sind Reisende,auf Wegen aus Zeilen.Wir sind Kämpfende,gegen Leere, gegen Schweigen.Lyrik ist unser Werkzeug,unsere Waffe,unser Trost –und unser Feuer.
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Leben und Tod

Leben berührt dich wie eine offene Hand,warm, unruhig,voller Versprechen.Tod schaut zurück aus jedem Spiegel,schweigend,geduldig.Dazwischen dein Schritt –zerbrechlich,verletzlich,doch leuchtend genug,um beide zu tragen.
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Leben und Tod

Zwischen Ankunft und Abschiedliegt ein schmaler Steg.Schritte tasten,mal leicht, mal schwer,mal taumelnd, mal getragen von unsichtbarer Musik.Jeder Atemzug –ein Versprechen,zerbrechlich wie Glas,stark wie Sehnsucht.Leben und Tod drehen sich im Kreis,halten einander,lösen sich,finden sich wieder –ein Tanz durch die Verletzlichkeit.
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Tauziehen

Zwei Stimmen wohnen unter deiner Haut.Die eine schreit:„Du kannst!Du bist mehr als Schatten.“Die andere flüstert:„Zu wenig.Zu spät.Zu klein.“Zwischen beiden spannt sich dein Körper,ein Seil im Wind,gezerrt von Gegensätzen.Manchmal reißt die Haut,manchmal reißt die Stimme,doch du hältst –nicht aus Stärke,sondern weil es dein Seil ist,dein Spiel,dein Ringen.Und vielleicht liegt Selbstbewusstsein nicht im Sieg,sondern im Mut,das Seil…
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Asche im Atem

Zigaretten glimmen,Asche fällt.Ein Atemzug kürzt die Zeit,doch welcher nicht?Denn auch ohne Rauchverglimmt das Leben.Langsam,lautlos,mit jedem Tag.Die Frage bleibt:welches Feuerwill ich brennen lassen – das, das mich frisst,oder das,das mich wärmt?
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Leben und Tod

Leben berührt dichwie eine offene Hand,warm, unruhig,voller Versprechen.Tod schaut zurückaus jedem Spiegel,schweigend,geduldig.Dazwischen dein Schritt – zerbrechlich,verletzlich,doch leuchtend genug,um beide zu tragen.
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Misshandlung

Nicht erst im Schlag.Schon im Schweigen.Schon im Blick,der verletzt.Beginnt,wenn Wärme fehlt,wenn Nähe entzogen,wenn Liebe zum Messer wird.