Kategorie: Rezensionen
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Wenn du nicht mehr fliegst von Mariska von Waldstetten

Das Gedicht ist erschienen im Band „Salzchroniken„, erschienen bei Steffen Marciniak in dessen 9 Reiche Verlag. Dieses Gedicht ist ein einziger Sturz, poetisch, körperlich, seelisch.Schon die erste Zeile zieht einen hinab: „wenn du nicht mehr fliegst / wird am ende die erde dich halten“ – ein Satz, der tröstlich klingen könnte, wäre da nicht der…
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Holocaust Stolperzeilen von Boris Greff

Das Gedicht ist erschienen im Band „Aus meinen Gedanken verrissen“, erschienen im Athena-Verlag.Dieses Gedicht lässt mich nicht los.Es ist kein Lesen, eher ein Stolpern, ein Atemholen zwischen den Zeilen. Jedes Wort trägt Gewicht, jedes Schweigen hallt nach.„Holocaust Stolperzeilen“ spricht von etwas, das nicht zu fassen ist.Von Schreien, die nie verstummt sind, von einem Vergessen, das…
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Als ich im Sterben lag von I.J Melodia

Das Gedicht ist erschienen im Band „Polaritäten„, erschienen im Geest-Verlag Dieses Gedicht spricht leise und kalt, fast ohne Bewegung.Es schaut dem Tod ins Gesicht, ohne Pathos, ohne Tränen.Die Stimme darin weiß, dass das Ende längst begonnen hat –nicht erst im Sterben, sondern im Leben selbst.Die Bilder brennen sich ein:Nachrichten in Flammen, ein Kind im Sandkasten,das…
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hoff ich von Karin Klug

Das Gedicht ist erschienen im Band„bleibdawenndugehst“, erschienen in der Buchschmiede Manchmal braucht es nur wenige Worte, um etwas in mir zu berühren.Dieses Gedicht gehört dazu.Es ist still, fast schüchtern, und trotzdem voller Gefühl.Die „Seelenkrümel“ zwischen den Zeilen – ich spüre sie.Vielleicht, weil auch ich schreibe, um etwas von mir zu hinterlassen.Nicht viel, nur ein Stück,…
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Mutters Hände von Michael Eschmann

Das Gedicht ist erschienen im Band „Tage kühl vom Regen umarmt“, erschienen bei 𝗥𝗮𝗹𝗳 𝗙𝗿𝗶𝗲𝗹 in dessen 𝗠𝗼𝗹𝗼𝗸𝗼𝗽𝗿𝗶𝗻𝘁-𝗩𝗲𝗿𝗹𝗮𝗴.Ein schlichtes, ehrliches Gedicht, das gerade durch seine Ruhe berührt. Es erzählt ohne Pathos von einem Wiedersehen, das längst vergangen ist. Die Sprache bleibt nüchtern, fast sachlich, und lässt so den Schmerz umso deutlicher spürbar werden. Die Hände…
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Armselige Geschöpfe von Ron Hard

Das Gedicht ist erschienen im Band „Der Schrei des Hummers“, erschienen bei 𝗥𝗮𝗹𝗳 𝗙𝗿𝗶𝗲𝗹 in dessen 𝗠𝗼𝗹𝗼𝗸𝗼𝗽𝗿𝗶𝗻𝘁-𝗩𝗲𝗿𝗹𝗮𝗴. Dieses Gedicht trifft nicht mit lauten Worten, sondern mit einer stillen, fast beiläufigen Verzweiflung. Es spricht aus, was viele fühlen, aber kaum zu denken wagen: dass das Leben uns weder sieht noch schuldet, dass Bedeutung eine menschliche Erfindung…