• Rezensionen
  • Über das Schreiben
  • Triggerwarnung
  • Über mich
  • Spurensuche
  • Kontakt
  • Impressum und Datenschutz
  • August 12, 2025

    Nagelkopf

    Nagelkopf

    Du sagst,ich bilde mir das alles ein.Aber mein Körper ist voll von Beweisen.Du sagst,ich soll dankbar sein.Aber meine Stimme kennt das Wort nicht mehr.Du sagst,du meinst es doch nur gut.Aber meine Haut hat gelernt, was das heißt.Du sagst, du hast mich nie verletzt.Aber jedes Möbelstück kennt meine Fluchtwege.Du sagst,ich bin zu empfindlich.Aber der Nagel weiß,wann…

  • August 12, 2025

    Weil ich mir glaubte

    Weil ich mir glaubte

    Ich habe es nicht aufgeschrieben.Nicht geteilt.Nicht erklärt.Ich habe es einfach geglaubt.Mir.Zum ersten Mal seit wer weiß wie lange.Ich sagte:„Es war zu viel.“Und ich glaubte es.Ohne Zweifel,ohne Widerspruch,ohne das übliche „Aber vielleicht …“.Ich sagte:„Ich bin müde.“Und stand nicht auf,um es zu rechtfertigen.Ich sagte:„Es tut weh.“Und suchte nicht nach Beweisen für jemand anderen.Ich hörte meine Stimme und…

  • August 12, 2025

    Ich, bevor ich blieb

    Ich, bevor ich blieb

    Ich stand an der Schwelle mit allem,was ich wusste,aber noch nicht zugab.Mein Name war noch meiner.Meine Tränen hatten Gründe,keine Gewohnheit.Ich hätte gehen können.Hätte mich nicht kleiner falten müssenfür dein Maß.Ich sah es kommen.Und blieb.Nicht aus Liebe.Nicht aus Hoffnung.Aus dem alten Lied in meinem Kopf:Vielleicht wird es diesmal nicht wehtun.

  • August 12, 2025

    Vertrauen

    Vertrauen

    Ich war das Kind mit dem Buch statt der Stimme.Einzelgängerin auf dem Schulhof,Fluchttier mit Fantasie statt Fell.Hanni und Nanni haben mich nicht abgeholt.Die fünf Freunde haben mich nie gefunden.Dolly ist ohne mich geritten.Die echten Kinder haben mich Plattgesicht genannt.Sie haben gespuckt, gelacht, geprügelt, haben mich angelogen.Einmal sagten sie, sie wollen sich vertragen.Reichten mir einen Keks.Wundschorf.…

  • August 12, 2025

    Ich und die Trauer

    Ich und die Trauer

    Ich: Du bist zu schwer.Ich kann dich nicht mehr tragen. Trauer: Dann schlepp mich eben.So wie immer. Ich: Du hockst in meiner Brust, wie ein Stein mit Erinnerungen. Trauer: Ich bin das, was bleibt, wenn alles andere gegangen ist. Ich: Ich hab dich nicht eingeladen. Nicht diesmal. Trauer: Du hast mich genährt. Mit jedem Schweigen.…

  • August 12, 2025

    Draußen war es hell

    Draußen war es hell

    Draußenwar es hell.Nicht warm – aber hell.Die Art von Licht,die nicht fragt,ob du es willst.Es ist einfach da.Ohne Rücksicht.Ohne Erklärung.Ich stand am Fenster und blinzelte.Nicht wegen der Sonne,sondern wegen dem,was sie in mir nicht berührte.Sie sagten:„Geh raus, das tut gut.“Und ich lächelte.Wie man lächelt,wenn man das Gegenteil denkt.Ich ging nicht raus.Nicht an diesem Tag.Ich blieb,wo…

  • August 12, 2025

    Es war nicht viel

    Es war nicht viel

    Ich habe heute nur einen Satz gedacht,der mich nicht zerstört hat.Ich habe eine Tasse gehalten,ohne an all die Male zu denken,als sie zu Boden fiel.Ich habe nicht zurückgeschrieben,nicht zurückgeschrien,nicht zurückgewollt.Und als ich die Straße entlanglief –dieselbe wie immer,dieselbe wie damals –da blieb ich stehen,nicht weil ich musste,sondern weil ich wollte.Ich sah dem Wind zu,wie er…

  • August 12, 2025

    Sich im Kreise drehen

    Sich im Kreise drehen

    Ich laufe immer denselben Gedanken ab,als hätte mein Kopf keinen Ausgang.Die Wände sind rund,und jedes Nein führt zurück zum Vielleicht,zum Früher,zum Warten.Ich zähle die Runden,aber vergesse mich selbstbei jeder weiteren.Die Fragen tragen sich selbst im Kreis,und jede Antwort war schon dabevor ich sie suchte.Ich bin erschöpft vom Anfang,vom Immer-wieder.Und doch drehe ich mich weiter –nicht…

  • August 12, 2025

    Keiner wird zurückgelassen

    Keiner wird zurückgelassen

    Wir gehen langsam.Nicht, weil wir nicht rennen könnten,sondern weil wir wissen,dass hinter uns noch jemand ist.Wir drehen uns um,wenn alle weiterstürmen.Wir reichen Hände,wo andere schweigen.Wir hören zu,wo andere urteilen.Wir warten,wo niemand mehr Geduld hat.Denn wir waren selbst die Letzten.Die, über die hinweggesehen wurde.Die, für die keiner blieb.Die, die zu viel spürten und es nie sagen…

  • August 12, 2025

    Flucht ins Nichts

    Flucht ins Nichts

    Renn.Renn bis deine Beine brechen,bis dein Herz explodiert,bis der Boden unter dir zerreißt.Renn.Weg von den Stimmen,die dich zerreißen,weg von den Wunden,die niemals heilen,weg von der Stille,die dich erdrückt.Renn in das Nichts.Ein schwarzes, gähnendes Loch,das dich verschlingt,doch auch rettet.Das Nichts ist Freiheit,ist Leere,ist der letzte Atemzug,der alles verändert.Ich fürchte das Nichts.Und ich sehne mich danach.Denn im…

←Vorherige Seite
1 … 12 13 14 15 16 … 19
Nächste Seite→

Wortasche

Lyrik, Monologe, Splittergespräche und ein Tanz mit dem Teufel

  • Twitter
  • Facebook
  • Instagram
  • Amazon
  • WhatsApp
  • Lyrik
  • Mythologie
  • Prosa
  • Rezensionen
  • Surrealismus
Ein Gedicht soll entweder vortrefflich sein oder gar nicht existieren.
Johann Wolfgang von Goethe

Mira Rauk ist eine deutschsprachige Lyrikerin und Prosaautorin. Ihre Arbeiten kreisen um existenzielle Erfahrungen, innere Brüche und die Sprache des Überlebens. Kennzeichnend ist ihre klare, ungeschönte Form, die Verletzlichkeit sichtbar macht.

Suche

Copyright: Mira Rauk/ Jessica Mersch

„Alle glücklichen Familien ähneln einander; jede unglückliche Familie aber ist auf ihre eigene Art unglücklich.“ Leo Tolstoi

Datenschutz & Cookies: Diese Website verwendet Cookies. Wenn du die Website weiterhin nutzt, stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen, beispielsweise zur Kontrolle von Cookies, findest du hier: Cookie-Richtlinie.

Akzeptieren
365
  • Abonnieren Abonniert
    • Wortasche
    • Du hast bereits ein WordPress.com-Konto? Melde dich jetzt an.
    • Wortasche
    • Abonnieren Abonniert
    • Registrieren
    • Anmelden
    • Melde diesen Inhalt
    • Website im Reader anzeigen
    • Abonnements verwalten
    • Diese Leiste einklappen