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  • Juli 4, 2025

    Schmerzprotokoll, Tag 732

    Schmerzprotokoll, Tag 732

    Wieder kein Schrei. Nur ein Ziehen im Brustbein. Ein Fremdgefühl im eigenen Gesicht.Frühstück: Ein Bissen, zwei Erinnerungen. Weggelegt.Kontakt: Drei Nachrichten gelesen, keine geschrieben. Herz reagiert nicht.Körperstatus: Funktionsfähig. Aber taub. Gedanken: Warum ich? Warum nicht? Was wäre wenn?Stopp.Ergebnis: Ich war da. Ich habe geatmet. Ich habe nicht geweint.Fortschritt: Unklar.

  • Juli 3, 2025

    Ihr kriegt mich nicht klein. Ihr kriegt mich nur kaputter.

    Ihr kriegt mich nicht klein. Ihr kriegt mich nur kaputter.

    Ihr wollt, dass ich mich schäme. Dafür, dass ich gebrannt habe. Dafür, dass ich überlebt habe. Dafür, dass ich nicht mehr leise bin. Ihr wollt mich gebrochen – aber ordentlich. Gefasst – aber zerfressen.Eure ideale Überlebende: still, dankbar, dekorativ.Ihr kriegt mich nicht klein. Ihr kriegt mich nur kaputter. Und das war nie mein Fehler. Das…

  • Juli 1, 2025

    MANIFEST DER UNVERSÖHNLICHEN

    MANIFEST DER UNVERSÖHNLICHEN

    Ich schulde niemandem mein Schweigen. Schon gar nicht denen, die davon profitiert haben.Wenn meine Wahrheit euch stört – gut. Dann hört ihr sie endlich.Eure Entlastung ist nicht meine Aufgabe. Eure Reue kommt zu spät. Und ohne Beweis.Ihr habt mich gemacht. Aber ich bleibe nicht euer Produkt.Ich bin kein Opfer –ich bin Beweismaterial. Und ich rede.Eure…

  • Juni 30, 2025

    Alles bricht zusammen

    Alles bricht zusammen

    kein krachen.nur: leere.die wände ziehen sich zurück, lassen mich unbewohnt.ich greife nach halt und finde meine eigenen finger. das wort „weiter“ reißt.nichts trägt. nichts bleibt.nicht einmal ich.

  • Juni 29, 2025

    Tagesrechte

    Tagesrechte

    dieser tag gehört mir, sagen sie.ein recht auf licht.ein recht auf atmen.auf aufstehen.ich denke: wie viel schmerz muss man tragen, um atmen zu dürfen?ich stehe in der tür zwischen gestern und morgen und frage mich,ob man rückfälle melden muss.kein gericht für das,was die tage mit mir machen.aber ich erscheine ohne aufforderung.nicht freiwillig. nur anwesend. zäh.ich…

  • Juni 22, 2025

    Ich sehe dich

    Ich sehe dich

    (Für mein inneres Kind) Ich sehe dich – mit aufgerissenen Augen, zitternd im Schatten, wo keiner dich fand. Dein Mund war still, weil Schreie nichts nützten in einem Haus ohne sicheren Rand.Ich sehe dich – und alles in mir brennt. Nicht weil du schuld warst,nein – weil sie’s hätten wissen müssen. Weil du so klein…

  • Juni 22, 2025

    Abschied an meine Mutter (die nicht blieb)

    Abschied an meine Mutter (die nicht blieb)

    Du hast uns zurückgelassen.Bei ihm.Du hast gewusst, wie er ist.Wie laut, wie betrunken, wie grausam.Und trotzdem bist du gegangen.Was warst du für eine Mutter,die wegsah,die schwieg,die sich dünn machte,statt uns zu schützen?Ich war ein Kind,kein Kollateralschadendeiner verpfuschten Ehe.Ich brauchte Schutz,kein Schweigen.Halt,keine Flucht.Du hast zugesehen,wie wir zerbrachen.Und ich frage mich:Warst du blind?Oder war dir einfach alles…

  • Juni 22, 2025

    Erbe

    Erbe

    Den Hang zur Leerehab ich geerbt –Depression,die sich in stillen Stundenins Hirn frisst wie Rost.Trinkerei,die stiller machtals jedes Schweigen.Pillen zähl ichwie andere Sorgen.Smarties fürs Vergessen.Ich will leben,doch oftwill ich nicht sein.Mein Körpereine Karte der Schäden:Thrombosen,Herzfehler,ein halber Schlag zu viel.Und doch –etwas ist anders.Ich liebe.Ich will besser.Ich nehme ihre Schwächen,um stärker zu werden.Nicht weil ich es…

  • Juni 22, 2025

    „Du nennst dich Vater?“

    „Du nennst dich Vater?“

    Du nennst dich Vater?Ein Mann, der Leben gibt? Du hast mir nichts gegeben – nicht Liebe, nicht Licht.Deine Hände – sie hätten schützen sollen. Stattdessen haben sie zerbrochen, gezerrt, zugeschlagen.Deine Stimme – sie hätte trösten können. Doch sie war kalt, war Gift, war Urteil. Du hast mein Lachen aus dem Kinderzimmer geprügelt.Du hast meine Angst…

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Wortasche

Lyrik, Monologe, Splittergespräche und ein Tanz mit dem Teufel

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Ein Gedicht soll entweder vortrefflich sein oder gar nicht existieren.
Johann Wolfgang von Goethe

Mira Rauk ist eine deutschsprachige Lyrikerin und Prosaautorin. Ihre Arbeiten kreisen um existenzielle Erfahrungen, innere Brüche und die Sprache des Überlebens. Kennzeichnend ist ihre klare, ungeschönte Form, die Verletzlichkeit sichtbar macht.

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„Alle glücklichen Familien ähneln einander; jede unglückliche Familie aber ist auf ihre eigene Art unglücklich.“ Leo Tolstoi

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