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  • Oktober 21, 2025

    ich bleib nicht liegen

    ich bleib nicht liegen

    ich kenn den boden,hab ihn oft genugmit tränen gewaschen.kalt war er,ehrlich,und still.da untenlernt man viel über sich,wer bleibt,wer zerbricht,wer wieder aufsteht.ich hab gewartet,bis das atmennicht mehr wehtat,bis das herzwieder leise schlug.und dann bin ich gegangen.langsam,unsicher,aber gegangen.ich schulde keinem mut,nur mirdieses weiter.ich bleib nicht liegen.nicht mehr.ich steh,auch wenn alles zittert,und ich geh,weil ich kann.

  • Oktober 21, 2025

    Hamsterrad

    Hamsterrad

    Ein Kreis aus Stunden,glattgetreten,glänzend vor Gewohnheit.Du läufst,bis selbst dein Schattenkeinen Atem mehr hat.Draußen wächst die Welt,ungefragt,doch du hörst nurdas Surren der Wiederholung.Vielleicht,wenn du innehältst,merkt das Rad,dass es dich braucht,um sich zu drehen.

  • Oktober 20, 2025

    Farben

    Farben

    Manchmal spricht Rot zuerst,wenn alles noch schmerzt.Nicht laut,nur warm –eine Erinnerung daran,dass Leben immer glüht.Blau antwortet leise,zieht Linien in den Himmel,in die Stille,wo Gedanken endlich atmen dürfen.Dann kommt Grün,tritt barfuß ins Herz,pflanzt Ruhe in die Ränder der Tage.Gelb tanzt,wie ein Lachen nach Regen,wie Mut,der wieder wachsen will.Schwarz legt sich sanft darüber,nicht als Ende,sondern als Schutz…

  • Oktober 20, 2025

    Morpheus – Zwischen Traum und Erwachen

    Morpheus – Zwischen Traum und Erwachen

    Er ist der Flüsternde, der über die Grenze der Sinne geht.Kein Gott des Schlafs, sondern der Formen,der Träume, der zarten Übergänge.In seinen Händen lösen sich Welten, in seinen Augen entstehen neue.Er bringt uns dorthin, wo Wirklichkeit den Atem anhält und Seele zu sprechen beginnt.I. Träumen:Er kommt im Atem, nicht im Schritt. Sanft wie Nebel, der…

  • Oktober 20, 2025

    Unter Erde, über Licht

    Unter Erde, über Licht

    Hades:Ich rief nicht laut. Ich flüsterte nur –und sie hörte.Zwischen den Schatten blühte ein Atem,der meinen Namen kannte.Ich bot ihr keine Krone,nur einen Platz im Gleichgewicht der Welten.Persephone:Ich kam nicht verloren,ich kam bewusst.Wie ein Same,der Dunkel braucht,um Wurzeln zu bilden.Ich lernte seine Stille,trug sie wie Seide,und brachte Frühling mit in seine Ewigkeit.Beide:Er ist nicht nur…

  • Oktober 20, 2025

    Tanz der Körper

    Tanz der Körper

    Herz schlägt,Blut pocht,Lunge brennt,Adern zittern.Knochen knarren,Sehnen reißen,Muskeln gehorchen,Schweiß rinnt.Atem stockt,Puls rast,Hände krallen,Füße stolpern.Alles ist Bewegung,alles ist Druck,alles ist Tanz –ohne Musik, ohne Takt,nur Körper, nur Sog,nur Zerreißen.

  • Oktober 20, 2025

    Muse

    Muse

    Sie tritt leise in deine Gedanken,tanzt auf den Wellen der ungeschriebenen Seiten,streut Funken auf Wörter, die noch keinen Klang haben.Kein Besitz, kein Zwang,nur Nähe, die trägt und frei lässt,ein Flüstern, das Sehnsucht weckt,und Funken in Flammen verwandelt.Gefunden in Stille, getragen im Licht –Muse, die stille, unendliche Begleiterin.

  • Oktober 10, 2025

    Morpheus

    Morpheus

    Er kommt nicht durch Türen,sondern durch Atemzüge.Leicht wie Staub auf geschlossenen Lidern.Seine Hände weben Bilder,so zart,dass selbst das Herz glaubt,sie seien wahr.Er spricht in Sprachen,die man nur im Schlaf versteht –in Farben,in Erinnerungen,die nie geschahen und doch bleiben.Man nennt ihn Träumer,doch er ist Bote:Er bringt uns zu dem Ort,wo Wirklichkeit sich löstund Wahrheit beginnt.Und wenn…

  • Oktober 10, 2025

    Schreiben, Balsam für die Seele

    Schreiben, Balsam für die Seele

    Worte fließen, leise,tragen das, was schwer ist.Jede Zeile ein Atemzug,jede Seite ein Zuhause.Stift auf Papier, Finger auf Tastatur,ein Herzschlag, der mich hält.Die Welt mag laut sein –doch in den Worten finde ich mich.

  • Oktober 10, 2025

    Angst

    Angst

    Herz rast.Atem brennt.Gedanken stoßen, schreien, reißen.Panik kriecht unter meine Haut.Ich will weg, doch bleibe gefangen.Jeder Atemzug ein Sieg.

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Wortasche

Lyrik, Monologe, Splittergespräche und ein Tanz mit dem Teufel

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Ein Gedicht soll entweder vortrefflich sein oder gar nicht existieren.
Johann Wolfgang von Goethe

Mira Rauk ist eine deutschsprachige Lyrikerin und Prosaautorin. Ihre Arbeiten kreisen um existenzielle Erfahrungen, innere Brüche und die Sprache des Überlebens. Kennzeichnend ist ihre klare, ungeschönte Form, die Verletzlichkeit sichtbar macht.

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Copyright: Mira Rauk/ Jessica Mersch

„Alle glücklichen Familien ähneln einander; jede unglückliche Familie aber ist auf ihre eigene Art unglücklich.“ Leo Tolstoi

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